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Projekt

Info

Ziele

Mit dem Projekt GRENZGENIAL! will das ScienceCenter-Netzwerk eine Serie qualitätsvoller, interaktiver Angebote zum Thema Grenzen in ganz Österreich schaffen, um auf das spannende Thema Grenzen neugierig zu machen, die Faszination daran zu wecken, einen Bezug zu den Besuchenden und ihrem Alltag herzustellen und Fragen auszulösen, die zum Weiterdenken anregen.

Methodik

Der Einsatz interaktiver Science-Center-Aktivitäten schafft einen unmittelbaren, unbefangenen Zugang und lädt zum selbständigen Erforschen und Entdecken ein. Dies vermittelt Qualitäten der Wissenschaft – d.h. genau beobachten, untersuchen, in Frage stellen, weiterdenken – und somit Grundfähigkeiten einer demokratischen Gesellschaft.
Durch ihren spielerischen, niederschwelligen Ansatz ermöglichen Science-Center-Aktivitäten selbst gesteuertes Lernen im eigenen Tempo und Ausmaß – unabhängig von Bildungsstand, Alter, Geschlecht oder Herkunft. Science-Center-Aktivitäten können dazu beitragen, Neugier für Wissenschaft und Technik zu wecken, Vorurteile abzubauen und eigene Fähigkeiten zu entdecken. Eine gelungene Science-Center-Aktivität kann auch ausschlaggebend für eine spätere wissenschaftlich-technische Berufswahl sein.
Grenzen sind nicht nur Thema des Projekts, sondern auch Prinzip der Gestaltung. Dies drückt sich beispielsweise in der Wahl der Orte, der Formate oder in der angestrebten transdisziplinären und auch internationalen, also jedenfalls grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Projekt aus.

Zielgruppen

GRENZGENIAL richtet sich an Menschen in ganz Österreich, an Kinder und Jugendliche im Schulalter und ihre Lehrenden, an interessierte Erwachsene bis ins SeniorInnenalter ebenso wie an BesucherInnen von kulturellen Einrichtungen und an PassantInnen im öffentlichen Raum. Ziel ist es, sie durch Science-Center-Aktivitäten dazu zu motivieren, sich mit Grenzen und ihren Auswirkungen zu beschäftigen, diese zu reflektieren und ihre eigenen Beiträge und Ideen einzubringen.

Interaktive Hands-on Stationen

Realisiert wird GRENZGENIAL zum einen durch wissenschaftsbasierte Science-Center-Aktivitäten, das sind entweder Hands-on Exponate oder Vermittlungsangebote wie Workshops, Führungen oder Spiele. Ab Mai 2010 werden sie über ganz Österreich verstreut aufgebaut, etwa in Museen, Schulen und auch im öffentlichen (Frei-)Raum. Inhaltlich, methodisch und räumlich breit gestreut vermitteln diese Science-Center-Aktivitäten Wissen und Faszination zu realer Forschung und ihre Anwendungen.

  • Module:
    Analog einer temporären (Wander-)Ausstellung werden Zusammenstellungen mobiler Science-Center-Aktivitäten (je 6-8 Exhibits, Workshops etc.) für längere Zeiträume an unterschiedlichen, aber institutionalisierten Orten wie z.B. Museen angeboten.
  • Zonen:
    Temporäre Zonen sind einzelne Science-Center-Aktivitäten, die kurzfristig im öffentlichen Raum zu besuchen sind.
    Permanente Zonen sind speziell gekennzeichnete, nicht-mobile Science-Center-Aktivitäten in Institutionen von Netzwerk-PartnerInnen.

Interaktive Webplattform

Speziell junge NutzerInnen sind aufgefordert, ihre eigenen Ideen zum Thema Grenzen einzubringen. Sie folgen dabei einem wissenschaftlichen Forschungsprozess mit den Stufen Beobachtung, Fragestellung, Hypothese, Experiment, Interpretation. Jede/r registrierte TeilnehmerIn kann auf jeder Stufe beitragen und Forschungsideen anderer aufgreifen, weiterführen, kommentieren oder bewerten. Für jeden input werden Punkte gesammelt, der high-score motiviert zum Mitmachen.
Verknüpfung virtuell - real
Das Vorhaben GRENZGENIAL zielt darauf ab, durch ein Zusammenspiel zwischen virtuellen und realen Elementen kooperative Lernumgebungen zu einem komplexen, aktuellen und vielfältigen Thema – „Grenzen“ –  zu schaffen.
So können konkrete Ideen aus dem virtuellen Forschungsprozess aufgegriffen und etwa im öffentlichen Raum umgesetzt werden, also real werden. Umgekehrt bietet das Web Zusatzinformation und weiterführende Experimente zu den realen Stationen.
Verknüpft sind virtuelle und reale Ebene auch durch ein weiteres, besonderes Element: BesucherInnen der Stationen erhalten eine personalisierte, „Gcard“ im Scheckkartenformat, mit der sie an kontaktlosen Kartenlesegeräten weitere Punkte sammeln und mit online gesammelten Punkten kombinieren können.
Eine aktive Nutzung / Beteiligung an einer Station führt daher ebenso wie virtuelle Beiträge auf der Webplattform zu einem Punktegewinn.

Innovativ

Informelles Lernen stellt eine wichtige Ergänzung für das Bildungssystem dar. Es besteht eindeutig ein Bedarf an qualitativ hochwertigen, interdisziplinären Angeboten zum selbständigen Lernen. Wichtig für ihre Nutzung ist, wie räumliche und zeitliche Distanzen überbrückt werden können.
Das Zukunftspotenzial des Projektes GRENZGENIAL liegt besonders im Bildungsbereich. Indem eine Vielfalt räumlich und zeitlich gestreuter realer Lernumgebungen mit virtuellen Elementen kombiniert wird, wird die Möglichkeit einer entfernungsunabhängigen, kooperativen Gestaltung und Entwicklung von Inhalten geschaffen.
Das spielerische Element der Gcard in Kombination mit dem virtuellen Forschungsspiel erhöht dabei die Motivation zur aktiven und kooperativen Beteiligung für die Lernenden und macht zugleich für die Lehrenden die Lernprozesse nachvollziehbar.
Eine weitere Neuheit liegt im Einsatz der innovativen Technologie kontaktloser Karten für Bildungszwecke, d.h. ohne Zahlungsfunktion.
Neu ist auch der kooperative Ansatz der E-Learning-Elemente (das Forschungsspiel), sodass anstelle eines Forums oder online-Spiels mit individuellen Beiträgen das kooperative Entwickeln von Inhalten und Ideen im Vordergrund steht. Dies entspricht dem Innovationsprozess in einer modernen Informationsgesellschaft mit sozialem Zusammenhalt.

Beteiligte

GRENZGENIAL ist ein gemeinsames Projekt des ScienceCenter-Netzwerks, also des Vereins und seiner derzeit über 100 PartnerInnen sowie externer Akteure. Die Koordinationsstelle des Vereins zeichnet für die Projektleitung verantwortlich.
Die einzelnen Science Center Angebote der Module und Zonen werden von PartnerInnen des ScienceCenter-Netzwerks entwickelt bzw. beigesteuert. Damit ergibt sich eine breite Expertise an Themen, Vermittlungskompetenz und Gestaltung, entsprechend der Vielfalt der angesprochenen Zielgruppen.
Als Orte für Module und Zonen kommen in erster Linie ebenfalls Netzwerk-PartnerInnen mit eigenen Räumlichkeiten zum Zuge. Damit ist eine breite räumliche Verteilung über Österreich gewährleistet.
Weitere (inter-)nationale Kooperationspartner, Medienpartner, Förderer und UnterstützerInnen werden in das Projekt einbezogen.